Review: Mad Max [PC]

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Fazit:

Mad Max ist ein solides Spiel. Wenn man dies in eine Skala pressen will, gibt es vielleicht 6 von 10 Punkte, 62 von 100 Schraubenschlüssel oder 623 von 1.000 Motorblöcken. Das Setting ist sehr schön und wird durch gelegentliche Sandstürme aufgepeppt, die Grafik macht Spaß und die Effekte sind im richtigen Maß eingesetzt, während die Story bis kurz vor dem Ende gerade noch “ok” ist und das Spiel schlicht entsprechend vorwärts bringt, ohne groß zu fesseln oder den Drang nach Meer (!) zu wecken. Die Nebenquests zeigen sich bis auf gelegentliche Ausreißer nicht sehr verlockend. So gibt es z.B. eine Mission, in welcher man “guten Stahl” besorgen muss. Max fährt dazu in einen alten U-Bahn-Schacht und schiebt mittels Auto immerhin einen kompletten Wagon über die Klippe. Zur Belohnung gibt es einen verbesserten Fahrzeugrahmen. Die meiste Zeit verbringt man jedoch mit dem Sammeln von Altmetall, Abrissarbeiten an künstlerisch nicht sehr wertvollen (gegnerischen) Vogelscheuchen und dem befreien von Lagern. Das ganze immer und immer wieder auf die gleiche Art, die weder neu noch innovativ sind. Die als “Top Dogs” deklarierten Zwischenbosse sind fast eine Beleidigung für jeden Zwischenboss und die Steuerung unseres Protagonisten wirkt oft sehr künstlich und angestrengt: Jede kleine Kiste ist da ein unüberwindliches Hindernis und wenn Max “springt”, möchte sich jeder Erstklässler vor Scham irgendwo verstecken.

Wer mit dem Auto durch den Sand fahren und einen verrückten Mechaniker dabei haben möchte, der auch gerne mal alleine mit dem Auto und seinem “Schraubenschlüssel” ist, wird seine Freude an Mad Max haben. Spielverhindernde Bugs sind beim Testen nicht aufgetreten und man kann auf jeden Fall gut Zeit rumbringen. Wer - insbesondere von der Story - mehr erwartet, sollte lieber etwas anderes spielen.

[Dieses Review entstand nach ca. 40 Stunden Gameplay auf dem PC]

Tags: Review, Mad Max

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